Während die regulatorischen Debatten über den Umfang von medizinischem Cannabis in Spanien andauern, nutzen lokale Unternehmen strenge staatliche Kanäle, um sich in den breiteren europäischen Markt zu integrieren. Die Spanische Agentur für Arzneimittel und Medizinprodukte (AEMPS) hat Taima Growth S.L. die Genehmigung für den Anbau von Cannabis sativa L.-Pflanzen erteilt.
Nach dem offiziellen Regierungsregister auf der Website der Agentur gehört das Unternehmen nun zu einer exklusiven Gruppe inländischer Betriebe – mit derzeit nur fünf aufgeführten Positionen –, die in einer speziellen Kategorie autorisiert sind: "zur Gewinnung der Chargen, die für die Validierung des Herstellungsprozesses von betäubenden aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen für medizinische Zwecke erforderlich sind."

Die Sicherung dieser Genehmigung erforderte mehr als sieben Jahre Entwicklungszeit. Wie Mo Alyasini, Gründer und CEO des Unternehmens, in einem Interview mit El Correo de Burgos feststellte: "Der Prozess war sehr schwierig, aber wir haben es geschafft." Laut Alyasini ist Taima Growth eines von nur vier aktiv operierenden, autorisierten Unternehmen in Spanien, die diesen Status erreicht haben.
Die Art der spanischen Regulierung schreibt vor, dass die Aufsichtsbehörden von den Antragstellern den Nachweis der vollständigen Betriebsbereitschaft der Infrastruktur, ein qualifiziertes technisches Team und sogar Vorverträge mit internationalen Importeuren verlangen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. "Es ist ein Modell, bei dem alles vor Beginn des Betriebs feststehen muss, und man übernimmt von Anfang an ein erhebliches Risiko", betont Alyasini.
Nach internen Unternehmensdaten basiert das Projekt auf den folgenden Parametern:
Die von den Behörden erteilte Genehmigung ist keine kommerzielle Lizenz für den freien Verkauf oder Export von Produkten. Der aktuelle Status des Unternehmens sichert lediglich das gesetzliche Recht, die Phase der Prozessvalidierung einzuleiten.
Um eine vollständige kommerzielle Einführung zu erreichen und die internationale GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice) zu erhalten, muss Taima Growth drei aufeinanderfolgende Produktionschargen anbauen und dem Regulator vorlegen. Dieser Schritt ist zwingend erforderlich, um die vollständige Homogenität und Wiederholbarkeit des technologischen Prozesses nachzuweisen. Die geernteten Blüten werden schließlich an zertifizierte Labore zur Extraktion der aktiven therapeutischen Verbindungen geschickt. Die Unternehmensleitung rechnet mit dem Abschluss dieser Validierungsverfahren bis Anfang nächsten Jahres.

Die Ausrichtung auf zukünftige Exportmärkte mit weiter entwickelten regulatorischen Rahmenbedingungen wie Deutschland und Großbritannien bleibt für die meisten hochtechnologischen spanischen Cannabisprojekte eine notwendige und standardmäßige Praxis.
Spanien behält einen highly restriktiven Ansatz bei der inländischen Abgabe von medizinischem Cannabis bei. Der aktuelle rechtliche Rahmen (einschließlich der Bestimmungen des Königlichen Dekrets Real Decreto 903/2025) beschränkt medizinisches Cannabis strikt auf standardisierte, magistrale Rezepturen, die für einen engen Patientenkreis im Krankenhausumfeld zubereitet werden. Wie die Unternehmensleitung betont, bleibt der Patientenzugang in Spanien im Vergleich zu anderen europäischen Nationen erheblich eingeschränkt, was die inländischen Produzenten dazu zwingt, sich fast ausschließlich auf internationale Märkte zu konzentrieren.

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